ErP-Richtlinie: Daten und Fakten

Die ErP-Richtlinie fordert hohe Mindesteffizienzwerte für Ventilatoren.

Mit der Verabschiedung des Kyoto-Protokolls hat sich die Europäische Union verpflichtet, die CO2-Emission bis 2020 um mindestens 20 Prozent zu reduzieren. Um dieses Klimaziel zu erreichen, verabschiedete die EU 2005 die EuP-Richtlinie (Energy using Products-Directive). 2009 in ErP-Richtlinie (Energy related Products-Directive) umbenannt, werden mit ihrer Hilfe Einsparpotenziale zahlreicher energieverbrauchsrelevanter Produkte untersucht und Mindestanforderungen festgeschrieben. Im März 2011 wurden verbindliche Grenzwerte für Ventilatoren festgelegt.

ebm-papst Ventilatoren in GreenTech EC-Technologie übertrafen die gesetzlichen Vorgaben zur ErP-Verordnung für Stufe 1 (bis 2013) und Stufe 2 (bis 2015) bereits vor deren Einführung.

Daten und Fakten zur Richtlinie

  • Seit 2012 wurden dank der Verordnung 20.779.200 Tonnen CO2 eingespart. Das entspricht einer Stromersparnis von 46.800 GWh.
  • Allein 2015 wurden bei ebm-papst 270.000 Ventilatoren mit geringer Effizienz durch effizientere Ventilatoren ersetzt.
  • Pro Jahr investiert ebm-papst über 106 Millionen Euro in die Entwicklung energieeffizienter Ventilatoren und Motoren.
  • Die europäische Ventilatoren-Branche generiert einen jährlichen Umsatz von rund 5 Milliarden Euro.
  • Die strengen Grenzwerte der Ventilatorenverordnung helfen qualifizierte Arbeitsplätze in Europa zu halten. In der Ventilatorenindustrie sind in Europa etwa 55.000 Menschen beschäftigt.

Welche Ventilatoren sind betroffen?

Ventilatoren aller Bauformen (Axial-, vorwärts- und rückwärtsgekrümmte Radialventilatoren, Querstrom- und Diagonalventilatoren) zwischen 0,125 kW bis 500 kW elektrischer Leistungsaufnahme sind betroffen. Dies gilt für Ventilatoren, die als „stand-alone“-Gerät betrieben werden oder als Komponente in einem Gerät oder in einer Anlage integriert sind.

Wie lauten die Daten gemäß ErP-Verordnung?

Bitte geben Sie in das nachfolgende Suchfeld die genaue Produkt-Bezeichnung ein.

Typ

Ab wann ist die Verordnung bindend?

1. Stufe ab Januar 2013

2. Stufe ab Januar 2015

ErP-Richtlinie: Daten und Fakten

Wie wird diese umgesetzt?

In der ErP-Durchführungsverordnung für Ventilatoren definiert die EU Mindestwirkungsgrade. Diese sind in Abhängigkeit von der elektrischen Leistungsaufnahme im Bestpunkt definiert. Um festzustellen, ob ein Ventilator der ErP-Durchführungsverordnung entspricht, wird stets der Wirkungsgrad des kompletten Ventilators bewertet, also der Einheit aus Steuerelektronik (falls vorhanden), Motor und Ventilatorlaufrad.

Für welche Länder gilt die Verordnung?

Die Verordnung gilt verbindlich in den 27 EU Staaten. Unter die Verordnung fallen alle Ventilatoren, die in Europa in Verkehr gebracht werden, auch jene, die aus Drittländern nach Europa importiert werden. Zudem gelten die Mindesteffizienzanforderungen auch für Ventilatoren, die in Geräten verbaut nach Europa eingeführt werden.

Eine Richtlinie, die funktioniert

Um die ehrgeizigen Klimaziele der EU zu erreichen braucht es energieeffiziente Technologien. Strenge Grenzwerte stellen sicher, dass sich diese stets weiterentwickeln. Für die Regulierung gibt es auf EU-Ebene eine bewährte Herangehensweise. Diese wird je nach Betrachtungsweise als kaskadierende, ergänzende oder doppelte Regulierung bezeichnet. Die Idee ist, Grenzwerte für ein ganzes Gebäude, für dort verbaute Geräte und für die in den Geräten verbauten Ventilatoren vorzugeben.

Die aufeinander aufbauende Regulierung hat drei große Vorteile:

  • Effiziente Komponenten ergeben ein effizientes Ganzes
  • Die Spielregeln sind für alle Marktteilnehmer gleich
  • Es gibt keine Schlupflöcher

Gut für Umwelt, Arbeitsplätze und Innovationen

Die in der Öko-Design-Verordnung EU 327/2011 verankerten strengen Vorgaben für Ventilatoren werden von manchen als Bürde betrachtet, doch sie ergeben durchaus Sinn. Da zum Beispiel einige ineffiziente Ventilatoren die Effizienz-Vorgaben nicht mehr erfüllen, sind diese vom Markt verschwunden und wurden durch deutlich energieeffizientere Ventilatoren ersetzt. So wird weniger Strom verbraucht und damit weniger schädliches CO2 in die Atmosphäre abgegeben. Außerdem fördern strenge, ineinandergreifende Grenzwerte die Innovationskraft in der Industrie. Dieser sich antreibende Wettbewerb schafft hochqualifizierte Arbeitsplätze in Europa. Seit 2013 wurden dank der Ventilatoren-Verordnung große Mengen an Strom und somit an CO2 eingespart.

GreenTech EC-Technik gehört die Zukunft

Vor diesem Hintergrund spielt die von ebm-papst entwickelte, innovative GreenTech EC-Technik bei Ventilatoren mit elektrischem Antrieb all ihre Stärken aus. Im Vergleich zu Ventilatoren mit Asynchronmotoren (AC-Motoren) erzielen GreenTech EC-Motoren von ebm-papst Wirkungsgrade von über 90 Prozent. So können deutliche Energieeinsparungen gegenüber herkömmlichen AC-Lösungen erzielt werden. Zudem lassen sich GreenTech EC-Ventilatoren in der Drehzahl steuern, so dass die Luftmenge den jeweiligen Anforderungen angepasst werden kann. Positive Folge ist eine nochmalige erhebliche Energieeinsparung. Dank dem perfekten Zusammenspiel von Motor, Elektronik und Aerodynamik beeindrucken die ebm-papst GreenTech EC-Ventilatoren aber nicht nur durch ihre Energieeffizienz, sondern arbeiten aufgrund optimierter Kommutierungsverfahren und der strömungstechnischen Auslegung der Ventilatorräder extrem leise. Damit nicht genug: weitere Pluspunkte sind ihre Zuverlässigkeit und Langlebigkeit.